"So ganz ernst ist das alles nicht zu nehmen, eher eine leicht hingeschriebene pointierte Burleske, in der aber unter der Regie von Heike Tauch lustvoll aufgespielt wird. Wie immer ragt Irm Hermann aus dem vielköpfigen Ensemble durch ihre besondere Sprechweise hervor, wenn sie als alte Dame von ihrem fernen Sohn erzählt...." (6.7.11 Sächsiche Zeitung)
loben (auswahl)
„Irgendein Briefträger“
„Dissident, also geisteskrank“
„Ihre Sendung ist enorm packend!! Wenn man einmal in der Sendung drin ist, kann man gar nicht mehr abschalten. Es ist schon erstaunlich, was sich die Menschen so einfallen lassen, um andere Menschen zu erniedrigen und zu quälen. Bestimmt wird die Sendung dazu führen, dass dieses Thema jetzt auch ein Kapitel sowjetischer Geschichtsschreibung wird!“ (Hörerpost, 2010)
„Der Rußland-Megadeal oder Gulag to Go“
"Sehr unterhaltsam, sehr witzig, aber auch sehr hintergründig - Der Russland-Megadeal ist durchaus hörenswert. Das Format ist etwas runder und gefälliger, als das Vorgängerstück, so darf es gerne weitergehen!"
"Wow, ich musste auf der A3 in einer Parkbucht anhalten und das Hörspiel bis zum Ende hören. Gulag to Go, das war ganz große Klasse!!!" (Hörerpost, 2010)
"Zwischen Mariazell und Ypps-Persenbeug (man muss nicht wirklich wissen wo das ist) habe ich gestern eure Russland-Geschichte gehört. Ihr seid, wenn ich das so sagen darf, ja schon ziemlich durchgeknallt. Was natürlich als Kompliment zu verstehen ist..." (Hörerpost, 2011)
„Es wird Fragen geben“
„Die Einträge erzählen ihre Geschichte sehr unterhaltsam und man sieht immer deutlich die durch Grenzen gemachten Unterschiede in zwei Jugenden, die natürlicher Weise hätten zusammen und mit gleichen Voraussetzungen ablaufen sollen. Die Absurdität der Ost-West-Trennung wird dadurch subtil und ohne Zeigefinger ganz deutlich. Die Wendezeit kam überraschend schnell, aber es ist gut, dass sie nicht extra herausgestellt ist. Das erhält den glaubhaften Tagebuchcharakter. Und 54 Minuten können sehr kurzweilig sein. Ich war gespannt, wie wohl ein Zusammentreffen aussehen würde - schade, dass es ausblieb. Dramaturgisch aber genau richtig, dass es dem Hörer vorbehalten bleibt, sich sein eigenes Bild zu machen. Die Geschichte jedenfalls, ist erzählt. Toller Abspann!“ (Hörerpost, 2009)
„Parikmarcherscha - die Friseuse“
„Heike Tauch inszeniert humorvoll, mitfühlend und nicht ohne Selbstironie. Die schmissige Komposition von Jörg Gollasch gefällt. Vordergründig sozialkritisch oder gar politisch ist das Stück nicht. Es treibt nur die Absurdität so weit, dass man ahnt, was am Don und anderswo nicht stimmt. Valery Tscheplanowa überzeugt als geschiedene, sehnsüchtige Irina und Falk Rockstroh als Feuerwehrmann, der ihr einen angekohlten Fernseher schenkt. Man nimmt, was man kriegen kann. Nur in der Liebe soll es der bösartige Kraftprotz sein.“ (Rolf Floß, Sächsische Zeitung, 14.10.2009)
„Steinhof ist überall“
„... Die außerordentlich gelungene Verschränkung der kunsthistorischen, literarischen Motive/Sequenzen mit der mörderischen – nicht nur – Medizinhistorie und dem zu Wort/zum Hörer kommenden Überlebenden, der uns nicht als Opfer, sondern als Kommentator entgegentritt, erzeugen eine Dichte, die micht tief beeindruckt zurückläßt...“ (Hörerpost, 2008)
„Villa Baviera. Die ehemalige Colonia Dignidad“
„Die Sendung sollten sich alle Bundestagsabgeordneten mal im Plenarsaal anhören. Vielleicht könnten sie dann zur Beantwortung der vielen offenen Fragen betragen...“ (Hörerpost, 2007)
„...Ich denke gerade Themen, die nicht das Alltägliche betreffen und die auch mit viel Aufwand produziert wurden, sollten der Allgemeinheit durch Internetabruf zugänglich gemacht werden...“ (Hörerpost, 2007)
„... Das Feature war ausgezeichnet, großartig gemacht, erschütternd, aber auch sehr gut aufklärend zu den Hintergründen.“ (Hörerpost, 2007)
„Megadeal süß-sauer. China kauft die neuen Länder“
„... Dieser wunderbare Einfall ist ideal geeignet, einen rigorosen politischen, kulturellen und psychologischen Rundumschlag, bzw. Kahlschlag zu landen. Bei diesem hochintelligenten, geistreichenText ist jede Sequenz ein immenses Vergnügen... Ist dieses Buch schon eine Ausnahmeerscheinung, so ist es die Inszenierung von Heike Tauch erst recht. Sie realisiert diese schafsinnige Satire bewusst leidenschaftslos, kühl, präzise, schraubt einen unglaublichen Vorgang auf ganz banalen Alltag herunter – die Projektgruppe könnte genauso sachlich beraten über das Marketing von braunem Würfelzucker, Pampers oder Büroklammern. Der Gegenstand ist nichts, die Strategie alles...“
(Renate Stinn, In: epd medien, 27.8.2008)
„Heart Beat“
„... Auffallend ist die Schnitttechnik. Die Grenzen der Passagen überlappen oft oder sind so eng aneinander gesetzt, dass der Sprechrhythmus gestört wird. Diese ´Störungen´ wirken künstlich, aber belebend. Heike Warmuth als Ich-Erzählerin füllt ihre Rolle nuancenreich aus und hat damit ebenfalls großen Anteil an der Lebendigkeit des Stücks. Regisseurin Heike Tauch, auch für die Bearbeitung verantwortlich, bietet jede Menge Jazz unterschiedlicher Stilrichtungen auf, oft hörbar von Vinyl... Musik wie O-Töne sind für die Atmosphäre entscheidend...“
(Andreas Matzdorf, In: Funk-Korrespondenz, 20.10.2006)
„Wann reden, wann schweigen“
„... Besonders beeindruckt hat mich das Feature `Wann reden, wann schweigen´ über die Geschichte von Ruth Elias und der Tötung ihrer eigenen, neugeborenen Tochter in Auschwitz. Ein Gefühl für Geschichte, für ´richtig´oder ´falsch´, für Ethik und soziale Gerechtigkeit entsteht durch das Erzählen individueller Lebensgeschichten. Die Stimme von Ruth Elias wird mich noch länger begleiten...“
(Hörerpost)
„Zwei sehr ernsthafte Damen“
„... Dadurch, dass überwältigende Emotionen weitgehend aus der Dialogführung herausgehalten werden, können die Schauspielerinnen elegant am Rande des Nervenzusammenbruchs entlangbalancieren, ohne aus der Rolle zu fallen. Die Erzählerin ist in Heike Tauchs Fassung die Garantin dafür, dass sowohl das Hörspiel als auch seine literarische Vorlage jederzeit als eigenständige Kunstwerke kenntlich bleiben. Damit füllt sie beide Seiten eines sonst eher schwammigen Begriffs: ´Zwei sehr ernsthafte Damen´ ist im eigentlichen Sinn ein ´literarisches Hörspiel´.“
(Jochen Meißner, In: Funk-Korrespondenz, 11.11.2005)
„Fleisch zu Fleisch“
„... Die Schweizerin Anne-Lou Steininger hat mit ´Fleisch zu Fleisch´ ein bemerkenswertes Stück geschrieben, das mit den Mitteln der Groteske und ohne moralisch zu werden über Wertvorstellungen nachdenken lässt. Regisseurin Heike Tauch hat die Qualtitäten des Textes gut erkannt und ihn mit Liebe zum Detail umgesetzt. Sie lässt sowohl den humoristischen als auch den nachdenklichen Tönen genügend Raum und sorgt dafür, dass dem Hörer immer wieder das Lachen im Halse stecken bleibt...“
(Annette Vielhauer, In: Funk-Korrespondenz, 9.7.2004)
„Mein Stolz hat ihm gefallen“
„... Die Hörfunkautorin Heike Tauch hat Ibrahim al-Basri im Sommer 2003, wenige Monate nach dem Ende des Krieges getroffen. Ihr produziertes Feature bietet die faszinierende Momentaufnahme eines Landes und eines Lebens, die sich neu formieren müssen. Auch wenn al-Basri sich zum Teil in Widersprüche verstrickt, wird doch sein Netzwerk, werden die Strategien und Machtstrukturen deutlich, an die er anknüfen will... Er gibt sich offen und jovial, macht aber auch kein Hehl aus seinem pragmatischen Verhältnis zur Wahrheit. Um einzuschätzen, woran sie ist, bleibt der Autorin nicht viel mehr als das Hören auf Zwischentöne und Gesprächsaussetzer oder der Blick für eine unwillkürliche Handbewegung. Heike Tauch hat sich in Gefahr begeben und ist mit einem bemerkenswerten Porträt zurückgekehrt.“
(Frank Kaspar, In: FAZ, 13.4.2004)
„Die Tage“
„... Besser kann man den zugleich entrückten und ungeschönt-genauen Blick auf das Ende einer Kindheit in der DDR kaum inszenieren.“
(Jochen Meißner, In: Funk-Korrespondenz, 4.4.2003)
„Die Bluse“
Diesen Sonntag hatte ich ein ganz außergewöhnliches Radioerlebnins. Ich habe „Die Bluse“ (WDR 2002) gehört. Selten ist mir ein derart herrlich-durchgeknalltes Stück unter die Ohren gekommen. Und sollte man’s bisher noch nicht gewusst haben: Dieses Stück zeigt, was das Genre können könnte. Ich bin begeistert. (Hörerpost, 2011)


