hörspiel (auswahl)

Metamorphosen

von: Florian Goldberg und Heike Tauch
Komposition: Cathy Milliken
Ton: Jean Boris Szymczak
Regie: Heike Tauch
Produktion: DLF 2015/ 50´ / 52´
Sprecher: Clarisse Cossais, Felix Goeser, Luis Mejia, Daniel Montoya, Yuho Yamashita u.a.
Musiker: Indira Koch, Juan L. Aisemberg, Keiko Kido-Lerch, Randall Nordstrom, Wolfgang E. Schmidt, unterstützt von der
Film- und Medienstiftung NRW 2013

Max Oppenheimers Gemälde „Das Klinger-Quartett“ von 1916/17 zeigt das weltberühmte Quartett als ein Ineinander verschränkter Hände und Instrumente - über alle nationalen, religiösen oder kulturellen Grenzen hinweg. Ein fragiler Moment im Moment inmitten des Ersten Weltkriegs. Das Quartett, das aus Staatsbürgern einander bekriegender Nationen bestand, musste sich auflösen. Ähnlich verschränkt wie die Hände auf dem Gemälde sind in dem Hörspiel „Metamorphosen“ die exemplarischen Geschichten von fünf Musikern aus verschiedenen Kontinenten, die im heutigen Berlin zusammen musizieren. Ihre biographischen Miniaturen, Abbild der Verwerfungen des 20. Jahrhunderts, werden zur Allegorie auf den gegenwärtigen, schwierigen Weg Europas.


FATIMA

von: Atiha Sen Gupta
Bearbeitung/Regie: Heike Tauch
Komposition: Jörg Gollasch
Ton: Christian Alpen, Corinna Gathmann
Produktion: NDR 2015/ 52´
mit: Erol Afsin, Siir Eloglu, Jaime Ferkic, Lisa Hrdina, Mai Duong Kieu, Inka Löwendorf, Meik v. Severen, Studenten (Schauspiel Hamburg)

Nach den Sommerferien erscheint Fatima, die bis dahin noch nie eine Moschee von innen gesehen hatte, gerne rauchte, trank und fluchte, mit Kopftuch in der Schule. Ihr Freund Georg, der sich verraten und übergangen fühlt, reißt ihr im Streit das Kopftuch herunter. Fatima meldet den Vorfall als rassistischen Übergriff der Schulleitung. Alle rätseln, warum sie das tut, selbst ihre Mutter ist entsetzt. Sie emfpindet das Verhalten ihrer Tochter als Schlag gegen die Gleichberechtigung muslimischer Frauen, für die sie selbst immer gekämpft hat. Die junge britische Autorin lässt Meinungen aufeinander prallen und verweigert einfache Antworten.


Mein Ein und Alles

Mein Ein und Alles

von: Dawn King
Ton: Burkhard Pitzer-Landeck
Regie: Heike Tauch
Produktion: SWR 2015/ 47´40
mit: Katrin Wichmann, Thomas Wodianka, Holger Stockhaus, Nathalie Thiede, Maja Beckmann, Matti Krause, Astrid Meyerfeld u.a.
Mit Dank an Stop Stalking Berlin

Nur einmal ist Layla mit Noah ausgegangen. Und das auch nur, um ihren Ex, den verheirateten Ben, eifersüchtig zu machen. Doch ihre unverbindliche Nacht mit der Internetbekanntschaft Noah entpuppt sich schon am nächsten Morgen als Fehler. Als schwerer Fehler, der sich stündlich zu Laylas schlimmstem Albtraum auswächst. Denn ihr Trostpflaster ist offenkundig ein obsessiver Charakter, ein Stalker, der ihr seit dieser Nacht ununterbrochen nachstellt. Doch seit Ben ihr den Laufpass gegeben hat, ist sie nicht nur Opfer. Eine doppelbödige Studie über obsessive Liebe, ausschließlich über Telefonanrufe erzählt.


Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß oder: Die Mappe des Lehrers

von: Hiromi Kawakami
Bearbeitung: Heike Tauch
Komposition: Yu-Chun Huang
Ton: Jean Boris Szymczak
Regie: Heike Tauch
Produktion: DKultur 2014/ 60´
mit: Fritzi Haberlandt, Wolfgang Condrus, Felix Goeser, Thomas Wodianka u.a.

Tsukiko, Einzelgängerin Ende 30, trifft eines Abends in einer Kneipe auf ihren ehemaligen Japanischlehrer. Der Alte mit der Ledermappe fällt ihr zunächst deshalb auf, weil er, so wie sie, eine Vorliebe für gutes japanisches Essen hat. Die beiden begegnen sich von nun an öfter, stets zufällig. Sie essen gemeinsam, trinken Unmengen Bier und Sake. Gezahlt wird stets getrennt. Mit der Zeit kommt es zu kleinen Verabredungen, und eines Tages wird Tsukiko bewusst, dass sie sich in den alten Lehrer, den sie nur »den Sensei« nennt, verliebt hat.


Ein Regenschirm für diesen Tag · Ein 3-D-Hörspiel (Kunstkopf)
(zum Hören bitte Kopfhörer aufsetzen!)

von: Lutz Oehmichen und Heike Tauch
nach dem Roman von Wilhelm Genazino
Ton: Peter Avar und Jochen Saupe
Musik: Florian Betz (Pantams), Florian Goldberg (Klavier)
Regie: Lutz Oehmichen und Heike Tauch
Produktion: radio 1 vom rbb 2014/ 68´
mit: Boris Aljinovic, Inga Busch, Irm Hermann, Ulrich Noethen, Britta Steffenhagen u.v.a.
Ausgezeichnet von hr2-Hörbuchbestenliste

Der namenlose Ich-Erzähler ist 46 Jahre alt, ein Tagträumer und ein Flaneur. Seit einigen Jahren verdient er sich ein Taschengeld als Schuhtester für Luxusschuhe. Nun hat ihn seine Lebensgefährtin Lisa - von deren Geld er hauptsächlich lebte - verlassen. Auch das Honorar für die Gutachten soll um ein Viertel gekürzt werden. Das alles ist schockierend und bestärkt ihn in seiner Überzeugung, dass er ohne innere Genehmigung auf der Welt ist; es ändert aber nichts an seiner Gewohnheit, stundenlang durch die Stadt zu lustwandeln. Dass er dabei immer wieder auf ehemalige Freundinnen und Geliebte trifft, ist zwangsläufig ...



Döbeln

von: Andreas Jungwirth
Ton: André Luehr
Regie: Heike Tauch
Produktion: MDR 2013/ 80´ / 57´
mit: Julian Loidl, Inka Löwendorf, Florian Lukas, Udo Kroschwald, Ramona Kunze-Libnow

Der junge Österreicher Georg ist 24 als er im Frühjahr 1991 Schauspieler am Stadttheater Döbeln wird. Die kleine Stadt an der Mulde steckt mitten im Umbruch der Nachwendezeit. Am Theater treffen neu engagierte Schauspieler auf Kollegen, die seit Jahren hier arbeiten. Für Veronika aus Westberlin ist der Schritt ähnlich groß wie für Georg, der in Wien studiert hat. Ihn lockt die Aussicht, hier seine Traumrolle spielen zu können - den Leonce aus Georg Büchners Lustspiel "Leonce und Lena". Doch die Arbeit am Stück wird zur Belastungsprobe für das gesamte Ensemble. [+]

Georg schreibt immer wieder Briefe an eine Freundin in Wien und versucht, in einer ihm fremden Welt Halt zu finden. Doch auch vielen Alteingesessenen wurde der Boden unter den Füßen entrissen.


Expats

von: Gesine Schmidt
Ton: Jean Boris Szymczak
Komposition: Daniel Dickmeis
Regie: Heike Tauch
Produktion: DLF 2013/ 49´
mit: Zhou Chun, Inga Busch, Judith Engel, Inka Löwendorf, Florian Lukas, Dieter Mann, Falk Rockstroh, Fang Yu u.a.

Während die USA und Europa in Schuldenkrisen versinken, boomt der Markt in China und gilt als El Dorado für Unternehmen. Über 10.000 Deutsche leben in der Metropole Shanghai. Als Expatriates - kurz Expats - werden Mitarbeiter, meist Manager, bezeichnet, die für mehrere Jahre an eine ausländische Zweigstelle ihres Unternehmens entsandt werden. Bereits 1793 reiste die erste Gesandtschaft eines britischen Königs zum Kaiser von China. Großbritannien suchte nach diplomatischen Beziehungen und verbesserten Handelskontakten zu dem Reich der [+]

Qing-Dynastie. Der Sachse Johann Christian Hüttner begleitete die Delegation als Hauslehrer. Was passiert, wenn heute deutsche und chinesische Gewohnheiten und Werte aufeinander treffen? Eine interkulturelle Spurensuche.


Great Eastern oder Heimstatt für Idioten

von: Florian Goldberg
Ton: Dietmar Rözel, Daniel Senger
Komposition: Jörg Gollasch
Regie: Heike Tauch
Produktion: SWR 2013/ 68´
mit: Alexander Radszun, Valery Tscheplanowa, Padma Kapila, Prashant Jaiswal, Christine Oesterlein u.a.

Tübingen im Jahr 1981. Ein selbstverschuldeter Hausbrand ändert das Leben des Banklehrlings Roland Stiller für immer. Seine junge Ehe zerbricht, er verliert das Sorgerecht für das gemeinsame Töchterchen, gerät ins Drogenmilieu und flüchtet, als weitere Katastrophen drohen, nach Indien, um in einem Ashram Erleuchtung zu suchen. Für die Zurückgebliebenen verliert sich jede Spur. Dreißig Jahre später steht er unvermittelt vor der Tür seiner Tochter Beatrix, die inzwischen als erfolgreiche Architektin mit ihrer Lebensgefährtin Laura in Köln wohnt. Zunächst begegnet [+]

Beatrix ihrem unbekannten Vater mit schroffer Ablehnung. Dann beginnt eine vorsichtige Annäherung. Wer ist dieser Mann? Was hat er gewollt, was erreicht in seinem Leben? Wie hängt sie mit ihm zusammen? Gibt es irgendeine sinnvolle Beziehung, die sie beide noch aufbauen könnten? Eingebettet in die Vater-Tochter-Geschichte erzählt das Hörspiel von den jungen westdeutschen Sinnsuchern der 70er und 80er Jahre, die mit ihren Lebensexperimenten das Gesicht der Bundesrepublik fast unbeabsichtigt veränderten.


Gefallene Schönheit

Sisyphos

von: Florian Goldberg und Heike Tauch
Komposition: Jörg Gollasch
Ton: Thomas Monnerjahn
Regie: Heike Tauch
Produktion: DKultur / 54´
mit: Judith Engel, Bernhard Schütz u. a.
Webdesign/App-Entwicklung: frukti

Bei iTunes und audible erhältlich.

Meine Goldberg-Variationen oder: Schichten und Geschichten

Sisyphos

von: Florian Goldberg
Ton: Achim Fell
Komposition: Jakob Diehl
Regie: Heike Tauch
Produktion: WDR 2011
mit: Jens Harzer, Valery Tscheplanowa, Hildegard Schmahl, Fritz Lichtenhahn, Graham F. Valentine, Arved Birnbaum

„Ist deine Familie eigentlich jüdisch?“ Als seine Freundin ihm diese Frage stellt, scheint die Antwort klar. „Wir sind keine Juden!“ hatte selbst der humanistisch gesinnte Vater versichert, und Großvater Goldberg, vermeintlich ein strammer Nazi, hatte einen Ahnenforscher beschäftigt, um das zu beweisen. Spätestens seitdem lebte die gesamte Familie in der festen Überzeugung. Die gesamte Familie? Es beginnt ein Befragen und Erzählen, das sich immer tiefer hinein gräbt in Familienschichten und -geschichten.
[+]

Dabei entspinnt sich ein ebenso skurriles wie tragisches Panoptikum des 20. Jahrhunderts. Gehörtes, Erinnertes, Erdachtes fließen ineinander, verwirren und entwirren sich wieder. „Wen kümmert’s“, sagt am Ende die Mutter, „ob eine Geschichte stimmt oder nicht – solange sie gut erzählt ist?“


Wettersymphonien

von: Elke Naters
Ton: Jean Boris Szymczak
Regie: Heike Tauch
Produktion: DKultur 2011
mit: Jürg Kienberger

Mini 1

Mini 2

"Wettersymphonien" wurden für die Reihe "Wurfsendung" geschrieben. Es sind zehn 20-sekündige Minis, die seit Oktober 2011 hin und wieder in das laufende Programm von Deutschlandradio Kultur eingeworfen werden.






Irgendein Briefträger

von: Karl-Heinz Bölling
Ton/Komposition: Jean Boris Szymczak
Regie: Heike Tauch
Produktion: DKultur 2011/ 53´
mit: Irm Hermann, Tilo Prückner, Klaus Herm,
Bernhard Schütz, Shorty Scheumann, Florian Lukas u.a.

"Briefe haben unglaubliche Reichweiten", resümiert die junge Frau im ersten Stock und denkt sogar an den Mann im Mond. Für den Briefträger aber sind die Erlebnisse in diesem Wohnhaus schon abenteuerlich genug. In jeder Etage eine andere Geschichte: mal ein toter Guppy im Aquarium, mal eine tote Ehefrau, eine Froschsammlung oder ein Einberufungsbescheid. Und dann auch noch das Missgeschick: der Briefträger verstaucht sich den Fuß, braucht selber Hilfe und kann das Postgeheimnis nicht mehr schützen. So entstehen Konflikte von unglaublicher Tragweite.

Der Russland-Megadeal oder Gulag to Go

von: Florian Goldberg und Heike Tauch
Komposition: Jörg Gollasch
Ton: Christoph Richter, Jean Boris Szymczak
Regie: Heike Tauch
Produktion: Autorenprod. für WDR 2010 / 54´
mit: Franz Binder, Eva Corell, Ulrich Noethen, Tamara Ralis u.a.

Nicht zuletzt wegen stark gesunkener Erdölpreise hat die Krise in Russland stärker zugeschlagen, als erwartet. Die Oligarchen haben gigantische Summen verloren und müssen kürzer treten. Eine unschöne Entwicklung. Ihre Ehefrauen und Töchter in London, München und Davos beginnen bereits zu murren. Neues Geld muss her. Aber was tun mit einer Volkswirtschaft, die außer Rohstoffen und Russenmafia nichts anzubieten hat? Staatspräsident Medwedew ruft zur Innovationsoffensive auf. Ein "Konsortium zur
[+]

Großen Vaterländischen Erneuerung" folgt dem Appell und beauftragt auf Empfehlung eines früheren Bundeskanzlers hin eine deutsche Projektentwicklungsgesellschaft, die sich bereits mit dem chinesischen Großprojekt Xin dongfang einen Namen gemacht hat. Sie soll russische Kernkompetenzen benennen und international wettbewerbsfähige Produkte entwickeln. Nach Sondierung der gegenwärtigen Situation Russlands ist den Experten jedoch schnell bewusst, dass das Riesenreich den gewünschten Sprung nach vorn nur in Rückbesinnung auf dezidiert russische Tugenden schaffe. Sie beginnen Konzepte zu entwickeln - bis ein seltsames Oligarchensterben einsetzt ...

Bei iTunes und audible erhältlich.

Es wird Fragen geben. Ein west-östliches Tagebuch

von: Florian Goldberg und Heike Tauch Komposition: Jörg Gollasch
Ton: Andreas Stoffels, Jean Boris Szymczak
Regie: Heike Tauch
Produktion: WDR 2009/ 54´
mit: Dunja Arnaszus, Ulrich Noethen

Hanna aus Ostberlin und Peter aus Köln erfahren, dass sie seit einer deutsch-deutschen Liebesaffäre zwischen Peters Vater und Hannas Mutter ein Halbgeschwister im jeweils anderen Teil Deutschlands haben. Da ein direkter Kontakt unerwünscht ist, verlegen sich die beiden aufs Schreiben. So entstehen über die Jahre zwischen 1977 bis zum Fall der Mauer 1989 Tagebucheintragungen, Briefe und Notizen für den Vertrauten jenseits der Mauer. Diese werden vor dem Hintergrund von Marktwirtschaft, Selbsterfahrung [+]

und No-Future-Gefühlen auf westdeutscher Seite und des Eingesperrtseins und der Indoktrination durch das DDR-Regime auf der ostdeutschen Seite zu einem persönlichen Abriss deutscher Geschichte. Vor dem Hintergrund zweier Einzelbiographien zeigen die Autoren, was die Deutschen in Ost und West bis heute trennt und verbindet.

Parikmacherscha – Die Friseuse

Nominiert für den Hörspielpreis der ARD
von: Sergej Medwedew
Komposition: Jörg Gollasch
Ton: Jean Boris Szymczak
Regie: Heike Tauch
Produktion: DKultur 2009/ 50´
mit: Valery Tscheplanowa, Falk Rockstroh u.a.

Die Friseuse Irina betreibt mit ihrer Freundin Tatjana den Salon "Frühling" in der russischen Provinz. Sie träumt von Mann und Kindern, vom Leben in der Hauptstadt Moskau. An Kontakt zum männlichen Geschlecht fehlt es ihr nicht. Einige ihrer Kunden, denen sie eher radikal als begnadet die Haare schneidet, zählen zu ihren Verehrern. Der Feuerwehrmann Viktor betet sie an. Doch Irina hat sich nach einem ersten gescheiterten Eheversuch mit dem durchgeknallten Aktions-Künstler Nikolaj in den Kopf gesetzt, den
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noch inhaftierten Frauenmörder Jevgenij zu ehelichen. Und so nimmt denn Irinas unglaubliche Geschichte zwischen Komik und Horror ihren Lauf...

Ich bin doch Cheops

von: Uta Ackermann
Komposition: Jörg Gollasch
Ton: Jean Boris Szymczak
Regie: Heike Tauch
Produktion: WDR 2008/ 54`
mit: Patrycia Ziolkowska

"Woher kommst du, Staub? Wohin gehst du?" Danuta ist allein, wenn sie putzt, also redet sie mit sich oder mit dem Staub. Sie kommt von Polen nach Berlin, weil sie hier als Putzfrau in drei Tagen mehr verdient als dort in einem Monat als Krankenschwester. Im Staub sieht Danuta Raum und Zeit aufgehoben, sie versetzt sich in das alte Ägypten, wo sie sich in Gestalt von Pharaonen oder mythologischen Figuren wiederfindet.


Megadeal süß-sauer. China kauft die Neuen Länder

Nominiert für den Kurd-Laßwitz-Preis 2009
von: Florian Goldberg und Heike Tauch
Komposition: Florian Goldberg
Ton: Jean Boris Szymczak
Regie: Heike Tauch
Produktion: Autorenprod. für WDR 2008
mit: Jo Brauner, Ulrich Noethen, Hendrik Röder, Julian Scholl u.a.

Die Elite der Neuen Chinesen ist entnervt: Zwar glänzt ihr Land mit enormen Wachstumsraten, doch bei entscheidenden Reformvorhaben stoßen sie regelmäßig auf Widerstand. Grund sind starrsinnige Altmaoisten, die den neuen Wirtschafts- und Gesellschaftskonzepten immer wieder Steine in den Weg werfen. Die aufstrebenden jungen Wirtschaftsunternehmer haben sich deshalb zusammengetan, um einen Weg zu finden, ihren Altvorderen einerseits Achtung zu erweisen und sie gleichzeitig loszuwerden. Sie beschließen, fernab [+]

der Heimat ein größeres Stück Land zu erwerben, auf dem sie ein „Urlaubsparadies mit kommunistischer Grundstimmung“ errichten können. Dort wollen sie in Zukunft ihre Altmaoisten bei wichtigen Reformvorhaben parken. Fündig wurden sie im deutschen Osten. Nach ersten Landkäufen (Wälder in Thüringen, Flughafen in Parchim etc.) erwarben Sie das gesamte Gebiet der Neuen Bundesländer und beauftragten die deutsche Projektentwicklungsgesellschaft „Neuer Osten – Xin dongfang“, dieses Refugium vorzubereiten.

Bei iTunes und audible erhältlich.

Heart Beat

von: Carolyn Cassady
Gedichte und Live-Mitschnitte von und mit: Jack Kerouac 1958/59
Ton: Jean Boris Szymczak
Bearbeitung/Regie: Heike Tauch
Produktion: WDR 2006/ 54´
mit: Heike Warmuth

Eigentlich wollte sie ein ganz normales Familienleben. Doch sie hatte Neal Cassady geheiratet, den Beatnik und Frauenhelden, den Freund von Ginsberg und Kerouac. Letzterer wohnte 1952 eine Zeit lang bei ihnen. Neal gab seiner Frau zu verstehen, dass er gegen ein Verhältnis der beiden nichts hätte. Eine problematische Situation für die puritanisch erzogene Carolyn. In „Heart Beat“ erinnert sich Carolyn an ein Jahr mit zwei Männern, zwischen Lockenwicklern und Marihuana.

Zwei sehr ernsthafte Damen (1/2)

von: Jane Bowles
Musik: piaccordia
Ton: Jean Boris Szymczak
Bearbeitung/Regie: Heike Tauch
Produktion: DKultur 2005/ 84´
mit: Georgette Dee, Irm Hermann,
Sunnyi Mellis, Birgit Minichmayr u.a.

Miss Goering ist eine Dame von Welt und will unter gar keinen Umständen zur Hure werden. Aber sie will ihr luxuriöses Zuhause aufgeben und auf eine Insel ziehen. Weder ihre Begleiterin Miss Gamelon noch Arnold oder sein Vater können sie davon abhalten. Zur gleichen Zeit muss ihre Freundin Mrs. Copperfield mit ihrem Mann eine Reise nach Panama unternehmen. Sie hält nichts von Ausflügen in den Dschungel wie ihr Mann, sie erkundet lieber das Bordellviertel und lernt Pacifica kennen.

Fleisch zu Fleisch

von: Anne-Lou Steininger
Ton: Jean Boris Szymczak und Klaus Höness
Regie: Heike Tauch
Produktion: SR 2004/ 75´
mit: Anna Magdalena Fitzi, Jürgen Holtz u.a.

Ort des Geschehens: der Schlachthof des Glop-Konzerns. Die Theorien des Schlachthof-Chefs Auguste Bacon haben die Gesellschaft revolutioniert: "Irren ist menschlich. Wenn wir das Irren abschaffen wollen, dann müssen wir den Menschen abschaffen." Folgerichtig werden im Schlachthof Menschen abgeschafft...



Die Tage

Nominiert für den Hörspielpublikumspreis der Akademie der Künste
von: Ulrike Gramann
Komposition und Ton: Jean Boris Szymczak
Regie: Heike Tauch
Produktion: DLR 2003/ 45´
mit: Heike Warmuth und Barbara Schnitzler

Das summende Moor und der bollernde Badeofen, die Ranzenkontrolle in der Schule und die Heidelbeeren im militärischen Sperrgebiet: Es sind oft die unscheinbarsten Details, Splitter und Geräusche, an denen die Erinnerung einer Kindheit hängt. Für Kerstin ist das Trommeln der Karnickelläufe auf dem heubedeckten Boden fest mit dem Tod ihrer Oma verknüpft, die weiße Watte mit dem Ende ihrer Kindertage, mit dem Einsetzen ihrer ersten Regelblutung.

Die Bluse

von: Hermann Harry Schmitz
Komposition: Jürg Kienberger
Ton: Jean Boris Szymczak, Thorsten Weigelt
Bearbeitung/Regie: Heike Tauch
Produktion: WDR 2002/ 55´
mit: Graham F. Valentine, Gertrud Maaß u.a.

Er hätte „Nein“ sagen sollen, als ihn Tante Dorchen bat, mit ihm gemeinsam eine Bluse zu kaufen. Also rein ins Gewühl eines amerikanischen Riesen-Kaufhauses zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Und um die schönste Bluse zu bekommen, sind die Konkurrentinnen aus dem Weg zu schlagen, Verkäufer zu disziplinieren, x Entscheidungen zu treffen. Zu hören sind Irm Hermann, Graham Valentine, Jürg Kienberg und Co. im Musik- und Kaufrausch.

Ein Jahr mit Thomas Bernhard (1/2)

von: Karl Ignaz Hennetmair
Bearbeitung: Heike Tauch
Regie: Ulrich Gerhardt
Produktion: SWR 2002/ 120´

1972 beschloß der Realitätenhändler Karl Ignaz Hennetmair, ein Freund und Nachbar von Thomas Bernhard, über Vorfälle und gemeinsame Gespräche des Jahres heimlich ein Tagebuch zu führen, und es anschließend in notarielle Verwahrung zu geben.





Kohllateralschaden. Ein Candlelight-Dinner

von: Heike Tauch
Ton: Maik Voss
Regie: Heike Tauch und Ulrich Gerhardt
Produktion: DLR Berlin 2000/ 55´

Kollateralschaden - ein Wort, das erst mit dem Kosovo-Krieg Eingang in die deutsche Sprache fand - wurde 1999 zum "Unwort des Jahres" erklärt. Um unbeabsichtigte Nebenschäden geht es auch bei der CDU-Spendenaffäre, auch hier fallen die Akteure durch Vernebelungstaktiken auf. Ehrenwort, Glaubwürdigkeit und gar Demokratie werden aufs Spiel gesetzt - "Kollateralschäden" im Kampf um die Macht. In einem Dinner von Freunden prallen die Meinungen dazu hart aufeinander, während Friederike Kempner, die [+]

Dichterin der unfreiwilligen Komik, Moral einfordert und Sokrates, der vom Volk zum Tode Verurteilte, die ihm angebotene Flucht aus der Verantwortung ablehnt. Das Dinner zum Skandal: Koch-Käse, Kohl-Röschen, Wiener Schnitzel (Haider), Prinzenrolle (Prinz Wittgenstein), dazu Wein und Weihrauch (Weyrauch).

Goethe in Dachau. Ein literarisches Tagebuch aus dem KZ

von: Nico Rost
Bearbeitung: Heike Tauch
Regie: Ulrich Gerhardt
Produktion: DLR Berlin/HR 1999/ 90´

Die Dichter und Denker, haben die uns noch etwas zu sagen an der Grenzscheide zwischen Leben und Tod? Was für einen Sinn hat Goethe in Dachau?" Diese Fragen stellte Anna Seghers 1948 in ihrem Vorwort zur ersten deutschen Veröffentlichung von "Goethe in Dachau", den Aufzeichnungen des niederländischen Journalisten, Essayisten und Übersetzers Nico Rost, niedergeschrieben auf den verschiedensten Zetteln im KZ Dachau von Juni 1944 bis April 1945.


Ach du lieber Augustin Wie fröhlich ich bin

Nominiert für den Hörspielpublikumspreis der Akademie der Künste
von: Ines Geipel und Heike Tauch aus Texten von Inge Müller
Musik: Cathrin Pfeifer
Regie: Ulrich Gerhardt
Produktion: ORB/DLF 1997/ 45´

Eine "Poesie knapp vor dem Absturz", sagt der Lyriker Adolf Endler über die Gedichte von Inge Müller. In ihnen zerrt "der Reim eine Zeile in die andere, aber dem ganzen Gedicht hält er den Mund zu", schreibt Herta Müller. 1925 in Berlin geboren, verlebt sie ihre Kindheit in Berlin, wird kurz vor Kriegsende verschüttet, liegt drei Tage unter Trümmern. Müller wird in der DDR bekannt, schreibt Gedichte und Kinderliteratur. 1966 sucht sie den Freitod.


Das wilde Fest

von: Joseph Moncure March
Bearbeitung: Heike Tauch
Musik: Günther „Baby“ Sommer
Regie: Robert Matejka
Produktion: DLR Berlin 1997/ 69´

Die schöne Queenie und ihr Liebhaber Burrs geben ein Fest, und um das Tablett mit den Drinks versammeln sich allerlei schräge Gestalten: der Boxer Eddie, die Lesbe True, die Tunten Oscar und Phil, der Tänzer Jackie... "Das wilde Fest" ist die Geschichte einer durchfeierten Nacht mit Sex und Kokain, Eifersucht und Gewalt - und mit einem dramatischen Ende. March brachte sie 1926 zu Papier, sie galt als zu gewagt, erschien daher erst 1928 in einer limitierten Ausgabe bei Pascal Covici und wurde ein Skandalerfolg, der in Boston prompt auf den Index kam.